SymAsym

Endstufe von Holger Barske & Micheal Bittner aus Klang+Ton 1/2007.
Gehypt, legendär, ganz normal – eine Endstufe 🙂

Überblick

Projektziel

Wer hätte gedacht, dass die Veröffentlichung eines Artikels über einen DIY-Verstärker in der Klang+Ton, Ausgabe 01/2007 solch hohe Wellen schlägt?

Tatsache ist allerdings, der SymAsym geht bis heute viral um die Welt. Warum? Ich weiß es nicht wirklich, denn auf der Website von Holger Barske steht:

Features? Marketing-Schlagworte? Gibts nicht.
SymAsym ist ein ziemlich klassischer AB-Verstärker, der dem ersten Anschein nach nicht allzu viel zu bieten hat. Außer vielleicht einer grundsoliden Konzeption, kaum Verzerrungen, exzellenten Störabständen und so viel Leistung, dass man damit in allen Lebenslagen zurechtkommt. Außerdem ist SymAsym preiswert zu realisieren. So preiswert, dass es überhaupt kein Problem darstellt, damit ein qualitativ hochwertiges Dreiwegesystem zu realisieren. Und das ist doch schon mal was, oder?

Na, das könnte die Erklärung sein!

Ein Artikel in einer Fachzeitschrift, von Jedermann günstig nachzubauen und mit passablen Werten. Internetforen und die Kreativität der Bastler sorgten dafür, dass sich der Begriff SymAsym tief in die Bastler-Synapsen verewigte.

Mal ehrlich, wer ist nicht berechtigterweise Stolz auf sich, wenn er einen Verstärker erfolgreich nachbauen konnte? Gar keine Frage, jeder. Und da verwundert es nicht sonderlich, dass dem SymAsym auch Höreindrücke bescheinigt wurden, die weit über denen des Markenverstärkers liegen, den man in die Ecke verbannt hat – das DIY-Ohr hört eben mehr 😉 . Ein kritischer Kollege aus dem Old-Fidelity-Forum hat sich der Sache angenommen und stellt seine ermittelten Messergebnisse und Erkenntnisse zur Verfügung. Immerhin hat es auch dieser Thread auf 9 Seiten gebracht und den Verstärker etwas de mystifiziert, viel Spaß beim Lesen. Aber wie auch immer, DIY ist DIY und es macht sehr viel Spaß, etwas Eigenes zu bauen, erst recht wenn es Geräusche macht.

Holger hat eine Website, die ein paar Einblicke in die Geschichte des SymAsym gibt und auch über den Entwickler Micheal Bittner. Michael hat eine eigene Website, die den SymAsym in seiner Urfassung beschreibt. Auf den Seiten beider Kollegen findet man sehr viele Informationen und auch Links zu den Haupt-Threads für den SymAsym. Es wäre derzeit nicht möglich, die vielen Diskussionen in diversen Foren aufzulisten, es sind einfach zu viele Informationen. Am Ende dieser Seite gebe ich zumindest eine kleine Zusammenfassung von Links, die mir wichtig erscheinen. Es gibt viele Forks, die auf dem Urdesign basieren und auch Anbieter von Platinen und fertigen Modulen.

Und so kam es wie es kommen musste, auch ich wollte mal so einen Verstärker bauen! Der sah dann so aus:

Natürlich gab es zwei Stück davon und auch eine Netzteilplatine.

Beide Verstärker funktionierten auf Anhieb und mit meinen damaligen Messmitteln konnte ich nur die Aussage treffen, dass alles wie erwartet funktioniert. Klangbeschreibungen gibt es hier nicht, denn wenn ein Verstärker klingt, ist er kaputt.

Es gibt da noch eine Version, nennen wir sie die Unvollendete.

Ich wollte eigentlich zwei SymAsym-Module in ein vorhandenes, flaches Gehäuse einbauen und tüftelte an einem neuen Layout. Die Gleichrichter und Sieb-Elkos sollten gleich mit auf die Platine. Das Layout wurde fertig, die Prototypen der Platinen auch, nur aufgebaut wurde diese Version nie – meine Lust dazu war verflogen. Nun sind so viele Jahre vergangen und sie sind im dunklen, vergessen und ganz allein gereift. Das wirkt sich sicher positiv auf den Klang aus …

Aber ich möchte Dir das letzte Layout nicht vorenthalten – wer weiß? Vielleicht möchtest Du ja genau so einen schmalen SymAsym bauen und suchst nach dem passenden Layout?

Vielleicht bin ich ja irgendwann motiviert genug, die beiden Platinen zu bestücken?

Irgendwo in den Tiefen meines Elektronik-Sammelsuriums habe ich auch noch die passenden Kühlkörper. Die Platinen sind durch die Höhe der Kühlkörper entstanden und passen exakt auf die Kühlkörper.

Teile für den SymAsym sind noch reichlich vorhanden. Zum Beispiel die Transistoren für die Vorstufe, die im Ursprungs-SymAsym verwendet werden: MPSA18 – grandiose Kerlchen! Davon habe ich noch mehr als 4000 Stück (NOS und original von ON Semiconductor), da kommen sicher ein paar brauchbare Pärchen zusammen.

Spätestens, wenn hier auf diylab.de ein Hype um den SymAsym losbricht (also nie), suche ich die Platinen wieder raus und bestücke sie, bis dahin dürfen sie weiter reifen 😉

Übersicht einiger SymAsym-Quellen

TypBeschreibungLink
WebsiteDie Website von Holger Barske mit vielen interessanten Infos.LINK
WebsiteDie Website von Micheal Bittner, dem Vater des SymAsym.LINK
ForumThread „Symasym…..warum ?“ im Old-Fidelity-ForumLINK
ForumSuchergebnisse für Threadtitel mit dem Inhalt SymAsym des Analog-Forums. Dort bin ich vor vielen Jahren auf den SymAsym gestoßen und fand unglaublich viele Threads und Postings.LINK
ForumSiggis simpler SymAsym im DIY-HiFi-Forum.LINK
ForumBauanleitung SymAsym im Forum des acoustic-design-magazin.LINK
ShopKlang+Ton Ausgabe 1/2007LINK
ShopPCB und Bauanleitung bei audiopcb.LINK
ShopFertigmodul SymAsymLINK

Hast Du selbst einen SymAsym gebaut? Dann stelle ihn doch bitte im Forum vor.


*Das Archiv enthält die PCB-Layouts für die alte und neue Version.